Es geht um nichts anderes als um Europa

Neue Woche, sachlich bleiben. Aber eines sollte jeder im Hinterkopf behalten: Wenn Söder (stellvertretend für Seehofer, soviel zum Bruderkampf) vom Ende des „geordneten Multilateralismus“ spricht, reiht er sich mit „Bayern first“ ein hinter „America first“, „Sowjetunion first“ oder „Ungarn first“. Der Rest kommt – wenn überhaupt – an zweiter Stelle. Trump, Orbán, Putin nebst Kickl oder Kurz und Salvini (Oh, du Hypermaskulinität!) sind nicht die Leute, mit denen ich Europa gestalten will.

Heimat ist kein eindimensionaler Begriff

Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund (ein unsäglicher Begriff der Statistik, der abgeschafft gehört wie Ferda Ataman richtig fordert) haben eine gemeinsame Erfahrung – unabhängig davon, ob sie eingewandert sind oder hier geboren. Die Konfrontation mit der Frage: „Woher kommst du?“. 

Begrenzen wir endlich die Kanzlerschaft

Schluss mit der Dauerdauerdauerkanzlerschaft. Ja, in dieses Horn wurde schon oft geblasen. Und meistens gilt man als Opportunist, wenn man sich diese Argumentation aufgreift. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass eine Kanzler-Schranke unserem politischen System gut tun würde.